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thea*paella

http://www.kuechengoetter.de/rezepte/verschiedenes/schnelle-Paella-5532540.html1979, als ich nach München kam, waren lila Latzhosen der letzte Schrei. Mit Freunden essen ging man zum Italiener, Griechen oder Chinesen. Spanier lagen noch nicht im Trend. Das Centro Espanol in der Daiserstraße in Sendling war damals ein Geheimtipp. Gegründet als Vereinstreff spanischer Gastarbeiter, saßen hier Exil-Spanier und Franco-Gegner bei Wein und Bier zusammen. Und da Heimwehh hungrig macht, wurde das Essen im Lauf der Zeit wichtiger als die Politik. Bis heute gibt es im Centro solide spanische Hausmannskost. Die Krönung aller Speisen war und bleibt die Paella. Der Begriff „Paella“ kommt aus dem Katalanischen und hat seinen Ursprung im lateinischen Wort „patella“, eine Art große Platte. Die Paella ist ein traditionell valencianisches Gericht. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, wird heute mit Safran, einem der teuersten Gewürze überhaupt, leuchtend gefärbt. Ursprünglich wurden wohl Pulvermixturen auf Paprika-Basis verwendet. Traditionell wird die Paella mit Fleisch gemacht; die oftmals angebotene „Paella mixta“ (Meeresfrüchte-Fleisch-Paella) wird von Valencianern gern als „Paella tourista“ verhöhnt. Man isst Paella als Mittagessen und nie abends, weil sie zu schwer im Magen liegt. Im März 1992 wurde in Valencia eine Mammut-Paella für 100.000 Personen zubereitet, die ins Guinnes-Buch der Rekorde einging. Ihr Gesamtgewicht betrug 30.000 Kilogramm; allein 5.000 Kilo Reis, 6.800 Kilo Hähnchen und 12.500 Liter Wasser wurde verwendet.

Text: Eva Strasser

 

zutaten*thea*paella/Foto: Greta Moder
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Guten Appetit! Foto: Walter Küpper

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