cafethea*apfelkücherl*lieblingsessen

Apfelkücherl

Anfang der 60er Jahre gab es in Deutschland weder Döner-Buden oder McDonalds noch Coffee to go – schon gar nicht im tiefsten Oberbayern, wo Judith aufwuchs. Sie stammt aus einer streng katholischen Familie, und so kam freitags kein Fleisch, sondern Mehlspeisen auf den Tisch. Für Judith waren Apfelpfannkuchen das Höchste. Die gab es nur im Herbst, wenn der Obstbaum im Garten hinterm Haus Früchte lieferte. Die Mutter war die Herrscherin über den Haushalt und ließ in der Küche niemanden in ihre Kochtöpfe gucken, nicht mal die eigene Tochter. So nimmt es nicht Wunder, dass Judith bis heute keine perfekte Köchin ist und m liebsten Gemüsesuppe zubereitet. Die Apfelkücherl zum Mittagessen servierte die Mutter mit Zimt und Zucker und einer Tasse Kaffee. Eine Schrecksekunde erlebte Judith jedes Mal, wenn die Pfannkuchen in der Pfanne gewendet wurden. Wir haben das Rezept mit geriebenen Limetten, Mandelblättchen und Krokant vefeinert.

Text: Eva Strasser

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cafethea*apfelkücherl/Foto: Walter Küpper
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cafethea*apfelkücherl*blech/Foto: Walter Küpper

http://www.kuechengoetter.de/rezepte/verschiedenes/Apfelpfannkuchen-aus-dem-Ofen-1117.html

Veröffentlicht von cafethea

Biografie? Bio? Ob Alice im Wunderland eine Lieblingsspeise hatte? Wenn ihr das weiße Kaninchen eine Tasse Tee servierte, war sie bestimmt, wie alle kleihttps://de.gravatar.com/profiles/edit/nen Engländerinnen, very amused, aber von den gestohlenen Törtchen der Königin hat sie leider keines abbekommen. In ihrem 2. Abenteuer, „Alice hinter den Spiegeln“, entpuppt sich der Mandelkuchen als Spiegelkuchen: Kaum hatte sie mehrere Stücke abgeschnitten, wuchsen sie in Windeseile wieder zusammen. Des Rätsels Lösung: Man musste ihn erst herumreichen und dann aufschneiden! Dann teilt er sich von selbst. Ein sehr demokratischer Kuchen also! Ein Lieblingsgericht ist wie ein Spiegel: Es spiegelt unsere Vorlieben und Befindlichkeiten als Kind – oder, viel später, als Erwachsener. Man isst eben, was man ist. Der Verzehr von saftigem Braten mag mitunter einem herzhaft saftigen Charakter entsprechen. Vegetarier und Veganer können manchmal albern sein, wie die Kichererbsen, die sie so gerne verzehren. Wenn das Popcorn in der Maschine tanzt, bekommt fast jeder gute Laune. Wir spiegeln uns in unseren Genüssen. Og Gourmet oder Gourmand, Feinschmecker oder Vielfraß – das ist hier die Frage. In diesem Sinne haben wir unseren Blog aus der Thea – Versuchsküche ins Netz gestellt. Unser Blog wird in lockerer Reihe fortgesetzt. Naturidentische Aromastoffe, Geschmacksverstärker und Gerichte aus der Tiefkühltruhe kommen bei uns nicht in die Suppen-Tüte – getrau dem Motto des Theaterateliers: Am Essen, an der Kunst und an der Liebe soll nicht gespart werden. Über Likes und anderes virtuelles Feedback freuen wir uns. Die Küchengötter, unsere Lieblings-Rezeptlieferanten, lassen grüßen. Auf dass Essen immer wieder ein himmlisches Vergnügen ist! Text: Eva Strasser

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