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Spinatknödelblues

Mittwoch, 17. Dezember 2014. Immer wenn es regnet, packt uns der Spinatknödelblues. Dann wird der Knödel zum Bahnhof gerollt. 85 auf einen Streich – da bleibt einem doch glatt der Knödel im Halse stecken! Unsere Knödlerova Judith gibt das Tempo vor; wir Assistenten folgen. Wollüstig manscht sie im Batz herum und erzählt uns die schöne Geschichte, wie sie sich als kleines Mädchen in ihrem Sonntagskleid in einer Pfütze suhlte. Der Trick bei der Knödelproduktion: Gerollt wird in der Kuhle der linken Hand. In einer Affengeschwindigkeit geraten wir in den vielzitierten Flow, in dem die Hausarbeit zum Vergnügen wird. Am Ende liegen auf drei Blechen 85 Knödel so perfekt und prall, als hätten sie eine Botoxspritze intus. Wir haben nur Blödsinn im Kopf und stellen uns eine Spinatschlacht a´ la Dick & Doof vor. Ich bringe meine Rayban-Brille vor einem Angriff der Killer-Knödel in Sicherheit. In einem Töpfchen testet derweil unser Küchengott Flo im durchlöcherten Viviane-Westwood-Shirt an einem Mini-Knödel, ob die Masse im Innersten zusammenhält.  Okay, ab geht´s in die Töpfe! Nach getaner Tat machen wir ein Selfie von unseren schleimgrünen Händchen. Nach einer Viertelstunde sind die Knödel durchgezogen. Die Meute wartet schon hungrig. Auf den Tisch kommen die Knödel mit zerlassener Butter, Champignons & Cherry-Tomaten vom Blech, aufgepimpt mit Kürbiskernen, einem Tropfen sündteuren Kürbiskernöl und Parmesan – eine vegetarische Geschmacksexplosion, die fast nicht zu toppen ist. Später gibt´s noch eine rosarote Granatapfeltorte a´la Enie van de Meiklokjes. Nicht nur Vincent will mehr!

Text: Eva Strasser

Foto: Greta Moder
Foto: Greta Moder

Veröffentlicht von cafethea

Biografie? Bio? Ob Alice im Wunderland eine Lieblingsspeise hatte? Wenn ihr das weiße Kaninchen eine Tasse Tee servierte, war sie bestimmt, wie alle kleihttps://de.gravatar.com/profiles/edit/nen Engländerinnen, very amused, aber von den gestohlenen Törtchen der Königin hat sie leider keines abbekommen. In ihrem 2. Abenteuer, „Alice hinter den Spiegeln“, entpuppt sich der Mandelkuchen als Spiegelkuchen: Kaum hatte sie mehrere Stücke abgeschnitten, wuchsen sie in Windeseile wieder zusammen. Des Rätsels Lösung: Man musste ihn erst herumreichen und dann aufschneiden! Dann teilt er sich von selbst. Ein sehr demokratischer Kuchen also! Ein Lieblingsgericht ist wie ein Spiegel: Es spiegelt unsere Vorlieben und Befindlichkeiten als Kind – oder, viel später, als Erwachsener. Man isst eben, was man ist. Der Verzehr von saftigem Braten mag mitunter einem herzhaft saftigen Charakter entsprechen. Vegetarier und Veganer können manchmal albern sein, wie die Kichererbsen, die sie so gerne verzehren. Wenn das Popcorn in der Maschine tanzt, bekommt fast jeder gute Laune. Wir spiegeln uns in unseren Genüssen. Og Gourmet oder Gourmand, Feinschmecker oder Vielfraß – das ist hier die Frage. In diesem Sinne haben wir unseren Blog aus der Thea – Versuchsküche ins Netz gestellt. Unser Blog wird in lockerer Reihe fortgesetzt. Naturidentische Aromastoffe, Geschmacksverstärker und Gerichte aus der Tiefkühltruhe kommen bei uns nicht in die Suppen-Tüte – getrau dem Motto des Theaterateliers: Am Essen, an der Kunst und an der Liebe soll nicht gespart werden. Über Likes und anderes virtuelles Feedback freuen wir uns. Die Küchengötter, unsere Lieblings-Rezeptlieferanten, lassen grüßen. Auf dass Essen immer wieder ein himmlisches Vergnügen ist! Text: Eva Strasser

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