cafethea*käse*nocken*ligurisch

Spaghetti, Pizza, Tiramisu – das fällt dem gemeinen Deutschen als erstes zu bella Italia ein. Dass Gnocchi dabei im wahrsten Sinne des Wortes unter den Tisch fallen, liegt nicht nur an der komplizierten Aussprache, sondern auch daran, dass sie beim Italiener um die Ecke nicht so oft auf der Speisekarte stehen. Und dabei sind die Käsenocken aus Kartoffelteig eine Spezialität des Piemont. Wir haben sie mit Hartweizengrieß aufgepeppt. Die Lizenz zum Knödeln hat wie im vergangenen Jahr unsere Judith, die so gerne im Teig herummanscht, was viele Hobbyköche eher gruselt. Parmesan und würziger, geriebener Bergkäse machen den Teig zu einer kompakten Masse. Und dann kommt der Moment der Wahrheit: Der Verzweiflung nahe, fragt sich Judith: Wird der Knödel im heißen Wasser auseinanderfallen? Die Probe ist bestanden, allgemeines Aufatmen. Pfifferlinge in Sahne-Sauce oder auch einfach nur zerlassene Butter passen wunderbar zu den Käsnocken. Mit Basilikum garniert servieren!

 

käse*nocken*ligurisch
Foto: Walter Küpper

Veröffentlicht von cafethea

Biografie? Bio? Ob Alice im Wunderland eine Lieblingsspeise hatte? Wenn ihr das weiße Kaninchen eine Tasse Tee servierte, war sie bestimmt, wie alle kleihttps://de.gravatar.com/profiles/edit/nen Engländerinnen, very amused, aber von den gestohlenen Törtchen der Königin hat sie leider keines abbekommen. In ihrem 2. Abenteuer, „Alice hinter den Spiegeln“, entpuppt sich der Mandelkuchen als Spiegelkuchen: Kaum hatte sie mehrere Stücke abgeschnitten, wuchsen sie in Windeseile wieder zusammen. Des Rätsels Lösung: Man musste ihn erst herumreichen und dann aufschneiden! Dann teilt er sich von selbst. Ein sehr demokratischer Kuchen also! Ein Lieblingsgericht ist wie ein Spiegel: Es spiegelt unsere Vorlieben und Befindlichkeiten als Kind – oder, viel später, als Erwachsener. Man isst eben, was man ist. Der Verzehr von saftigem Braten mag mitunter einem herzhaft saftigen Charakter entsprechen. Vegetarier und Veganer können manchmal albern sein, wie die Kichererbsen, die sie so gerne verzehren. Wenn das Popcorn in der Maschine tanzt, bekommt fast jeder gute Laune. Wir spiegeln uns in unseren Genüssen. Og Gourmet oder Gourmand, Feinschmecker oder Vielfraß – das ist hier die Frage. In diesem Sinne haben wir unseren Blog aus der Thea – Versuchsküche ins Netz gestellt. Unser Blog wird in lockerer Reihe fortgesetzt. Naturidentische Aromastoffe, Geschmacksverstärker und Gerichte aus der Tiefkühltruhe kommen bei uns nicht in die Suppen-Tüte – getrau dem Motto des Theaterateliers: Am Essen, an der Kunst und an der Liebe soll nicht gespart werden. Über Likes und anderes virtuelles Feedback freuen wir uns. Die Küchengötter, unsere Lieblings-Rezeptlieferanten, lassen grüßen. Auf dass Essen immer wieder ein himmlisches Vergnügen ist! Text: Eva Strasser

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